Brief an alle Erftstädter*innen

Liebe Erftstädterinnen und Erftstädter,

»Erftstadt kann mehr« und »Erftstadt ist mehr als die Summe seiner Teile«: Zwei Sätze, die mich in den letzten Wochen stark beschäftigt haben. Warum?

Wir stehen als Gemeinde, aber auch als ganze Gesellschaft vor großen Herausforderungen: Klimawandel, gesellschaftliche Spannungen durch ungerechte Verteilungsmechanismen oder das Erstarken rechtspopulistischer Kräfte müssen mit neuen Ideen gelöst werden. Auch konkrete Aufgaben wie der steigende Zuzug aus umliegenden Städten oder die Ansiedlung der TH Köln bedeuten, dass wir Erftstadt gemeinsam weiterentwickeln und behutsam ein Stück weit neu erfinden müssen.

Mit Blick auf diese Aufgaben und Herausforderungen möchte ich mich für Sie alle einsetzen: Als Ihre Bürgermeisterin, als Kandidatin der Grünen, doch vor allem als Vertreterin aller Bürgerinnen und Bürger, die sich eine gute Zukunft für und in Erftstadt wünschen.

Ich selbst bin in Köln aufgewachsen und habe dort sowohl im Zentrum als auch in den grünen Vororten gewohnt. Was mich an der Domstadt immer schon fasziniert hat und weiterhin begeistert, ist die Offenheit und Wertschätzung, ja das Feiern von Verschiedenheit:

Dort gibt es die Hochhäuser im Norden, aber auch die schicken Villen im Süden; das weite Grün in der Wahner Heide genauso wie die hippen Cafés in Ehrenfeld. In der Summe ist all das Köln und alle sind Kölnerinnen und Kölner. Diese Einigkeit in der Verschiedenheit gibt der Stadt Kraft und hilft oft auch bei schwierigen Diskussionen, ein gemeinsames Ziel oder eine Lösung zu finden. Diese Kraft wünsche ich mir auch für Erftstadt.

Denn Erftstadt kann viel: Wir haben eine große Kultur- und Sportlandschaft, die von vielen Ehrenämtlerinnen und Ehrenämtlern getragen wird. Wir haben die Ville als grüne Lunge und eine historische Altstadt. Viele langjährig hier Wohnende aber auch Zugezogene, wie auch ich selbst, freuen sich an dem vielfältigen Angebot, welches der örtliche Handel und die Gastronomie bieten.

Oft genug aber verlieren wir uns in politischen Diskussionen über Verteilungsfragen, pflegen Ressentiments und beschwören die sogenannte »Kirchturmpolitik«. Das bringt uns nicht weiter. Ich möchte mit Ihnen allen daran arbeiten, mehr aus Erftstadt zu machen. Mehr als die Summe seiner Teile.

Dazu möchte ich als Bürgermeisterin eine Vision entwerfen. Mit Ihnen gemeinsam: Erftstadt ist mehr als eine Schlafstadt. Wir müssen unsere Stärken bekanntmachen. Unsere Stadt verdient eine Identität: Als modernes Bildungszentrum, als gut funktionierendes Zentrum für Erholung und Gesundheit, als Kommune für nachhaltige Wirtschaft. Nicht zuletzt muss Erftstadt eine klimafreundliche Gemeinde werden, die die Zukunft unserer Kinder ernst nimmt.

Diese Vorrausetzungen möchte ich mit Ihnen gemeinsam schaffen: 

Mit einer modernen, digital unterstützten Verwaltung; mit guten Arbeitsbedingungen für unsere städtischen Angestellten. Mit schnellen, transparenten Prozessen für die Erftstädter Bürgerinnen und Bürger.

Mit meinem engagierten Einsatz für wertschätzendes Miteinander zwischen allen Mitgliedern unserer Stadtgesellschaft.
Mit einer Stadtentwicklung, die Zukunft positiv gestalten will. 
Nicht zuletzt mit einem Erftstadt, das Heimat für uns alle ist. 

Dafür freue ich mich auf Ihre Unterstützung. Fangen wir an!

Ihre 

Stephanie Bethmann